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MANmagazin Ausgabe Lkw 1/2017 Österreich

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In dieser Ausgabe des MANmagazin stellen wir das breite Einsatzgebiet unserer Lkw-Familie vor, das die unterschiedlichsten Kundenbedürfnisse erfüllt. Wir begleiten einen TGM bei einer Feuerwehrwehrübung in Izmir, liefern mit dem TGL „weiße Ware“ aus und transportieren mit dem TGX wertvolle Sportwagen zu den Rennstrecken. Zudem waren für Sie vor Ort im hochmodernen polnischen Werk in Września, wo mit dem TGE der Transporter aus dem Hause MAN gefertigt wird.

01/2017

01/2017 Stadtverkehr: Nicht immer haben die Fahrzeuge so freie Fahrt. Oft müssen sie sich durch Stau kämpfen. Pionierin: Rettungssanitäterin Asli Oskay ist die einzige Frau in der Feuerwehr von Izmir. Noch, denn auch hier findet ein Umbruch statt. Dafür bekommt ein Mitarbeiter ein monatliches Gehalt von rund 1 000 Euro. Um für seinen Berufsstand zu werben, modernisierte Yücel den Internetauftritt der Feuerwehr. Jetzt begrüßt den virtuellen Besucher eine Gruppe von Frauen in Uniform. Das entspricht nicht ganz der Realität. Oskay ist die einzige Frau, die nicht in der Verwaltung arbeitet. „Aber es werden mehr“, sagt die 22-jährige Rettungssanitäterin. Yücel investierte zudem in neues Equipment, darunter zwei MAN-Lkw der Baureihe TGM, die mit modernster Technik ausgestattet sind. „Gleichzeitig haben sie das beste Preis-Leistungs-Verhältnis“, berichtet Feuer- Ein Knopfdruck: Die eingebaute Pumpe lässt sich einfach bedienen. Sie fördert 3 500 Liter Wasser in der Minute. Einsatzort“, so Yücel. „Heute sind es zwischen sechs und acht Minuten.“ Minuten können Leben bedeuten. Ziel ist es, in höchstens fünf Minuten da zu sein. Yücel, ehemals Abteilungsleiter für maritime Angelegenheiten in der Stadtverwaltung, übernahm die Stelle bei der Feuerwehr vor vier Jahren. Der Bürgermeister suchte damals einen Mann mit einer starken Vision, jemanden, dem er zutraute, die Feuerwehr von Izmir zu modernisieren. Yücel reiste zunächst nach Österreich, Deutschland und nach Finnland, um von den dortigen Kollegen zu lernen. „Ein Problem ist, dass es in der Türkei so gut wie keine freiwillige Feuerwehr gibt“, sagt der 53-Jährige. „Und viele junge Leute schrecken die harten Arbeitszeiten und die verhältnismäßig geringe Bezahlung der Berufsfeuerwehr ab.“ In Izmir arbeitet das Team in Schichten von 24 Stunden, auf die 48 Stunden Ruhe folgen. Langfristig sollen, wie in anderen Ländern, die Pausen 72 Stunden betragen. © Monique Jaques wehr-Einsatzleiter Bülent Tosun. Wichtig sind die 290 PS und die Automatikschaltung. „Das macht die Anfahrt schneller, und ich kann mich auf andere Sachen konzentrieren“, sagt Salgut. Eine elektronische Schalttafel neben dem Instrumententräger zeigt die Füll stände der Löschflüssigkeiten an, eine andere verknüpft das Fahrzeug mit dem Kommunika tionssystem. Der Hersteller Rosenbauer ist für den Aufbau einschließlich der gesamten Löschtechnik zuständig. Stolz ist Yücel auch auf das Risikomanage mentsystem. Eine interaktive Karte zeigt die auf Erfahrungswerten basierende Einsatzwahrscheinlichkeit an. Darauf sieht er auch die beiden Wagen, die jetzt die Schnellstraße Richtung Küste erreicht haben und im Stau stehen. „Leider wird in der Türkei Autofahrern noch nicht beigebracht, eine Rettungsgasse zu bilden“, so Salgut. Das kostet Zeit. Nur mit der Sirene kann sich der Wagen mühsam den Weg bahnen. Kansu Ozurtürk, der mit 16 Berufsjahren am längsten dabei ist, betont, früher sei der Verkehr besser gewesen. Heute dafür die Wagen: „Mit moderner Technik können wir die Pumpen schneller benutzen, so sparen wir am Einsatzort wertvolle Minuten.“ Etwa fünfmal am Tag rückt das Team aus. Die Hälfte der Einsätze entfällt auf Brandbekämpfung. „Die Bausubstanz in Izmir ist oft über 40 Jahre alt und überholt“, erklärt Yücel. „Das macht die Häuser anfällig für Brände.“ Der Rest sind Verkehrsunfälle, Suizidversuche und verirrte Haustiere. Nach knapp sieben Minuten erreichen die beiden Fahrzeuge das Ziel der Übungsfahrt, den Uhrturm, ein Wahrzeichen Izmirs. Sofort umringen Kinder das Team, Eltern fotografieren. „Das Schönste an diesem Beruf ist, dass man so viel zurückbekommt“, sagt Yücel und erzählt die Geschichte zweier Brüder, die eines Tages auf die zweifelhafte Idee kamen, in einem alten Brunnen nach einem Schatz zu suchen. Als die beiden Mittdreißiger in zehn Metern Tiefe gruben, brachen plötzlich die Brunnenwände ein. Hunderte von Steinen begruben einen der Brüder unter sich. Zwei Tage lang trug die Feuerwehr Stein für Stein ab. Weinend, hoffend und zweifelnd stand die Familie des Mannes am Unglücksort. Nach 48 Stunden hörten sie die brüchige Stimme des Verschütteten. Zwei weitere Tage später war er befreit. „Das war ein unbeschreibliches Gefühl“, erinnert sich Yücel. „Mit moderner Technik sparen wir wertvolle Minuten.“ Kansu Ozurtürk, Feuerwehrmann in Izmir So dramatisch ist der Alltag aber nicht immer. „Oft befreien wir auch Katzen, die auf einen zu hohen Baum geklettert sind und sich nicht mehr heruntertrauen“, sagt Kansu. Aber auch hier darf ein Feuerwehrmann die Hoffnung nicht aufgeben. Weltweit sind MAN-Feuerwehrfahrzeuge im Einsatz – etwa am Flughafen München: > www.truck.man/flughafen-feuerwehr 18 19

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