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MANmagazin Ausgabe Lkw 1/2017 Österreich

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In dieser Ausgabe des MANmagazin stellen wir das breite Einsatzgebiet unserer Lkw-Familie vor, das die unterschiedlichsten Kundenbedürfnisse erfüllt. Wir begleiten einen TGM bei einer Feuerwehrwehrübung in Izmir, liefern mit dem TGL „weiße Ware“ aus und transportieren mit dem TGX wertvolle Sportwagen zu den Rennstrecken. Zudem waren für Sie vor Ort im hochmodernen polnischen Werk in Września, wo mit dem TGE der Transporter aus dem Hause MAN gefertigt wird.

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01 / 2017 100 Kilogramm schwere Waschmaschinen oder schieben drei aufeinandergepackte Herde per Sackkarre in den Lkw. Dann beginnt das, was Unertl „Tetris“ nennt – nach dem Computerspiel, bei dem man verschiedene Formen möglichst lückenlos über- und nebeneinander stapeln muss. „Auf den Lkw passen 54 Geräte drauf“, rechnet der Chef vor. Stefan Hauf fehlt demnach noch eine Spülmaschine. Mehrmals läuft er vergeblich durch die Reihen, fragt noch einmal beim Disponenten nach. Dann die Erleichterung: Das Teil ist da, Hauf räumt ein, kurz nach acht fährt er vom Hof, Richtung A 99, zum ersten Kunden in München-Neuaubing. AM LENKRAD SEINES MAN TGL fühlt sich der 37-Jährige wohl. „Ich sitze gerne hinterm Steuer“, sagt der Familienvater. „Schon als Führerscheinneuling habe ich mit dem Auto jede Minute geübt.“ Im Sommer kommt Hauf mit dem Motorrad zur Arbeit. In seinem Lkw freut er sich über Automatikgetriebe, Navigationsgerät und Rückfahrkamera. „Ich bin zufrieden, ich bleib bei MAN“, sagt er. Der Großteil der 13 Firmen-Lkw stammen von dem Münchner Hersteller, fast alle entsprechen der Euro 6-Norm. Gute Dienste leistet auch die Standheizung. Etwa an jenem Morgen bei minus 14 Grad, als Hauf gerade voll beladen vom Hof fahren wollte und einen Platten entdeckte. „Ich hab mit einem Kollegen eine Stunde lang den Reifen gewechselt“, erinnert er sich. Bei der Eiseskälte stieg er danach umso lieber in seinen vorgewärmten Laster. Heute wird er beim ersten Kunden zwar gleich die Hälfte der Ladung los, muss aber warten. Die Abladerampe ist belegt. Hauf bleibt gelassen. „Wartezeiten sind normal. Ein gewisser Druck kommt aber von den Öffnungszeiten“, räumt er ein. Manche Warenannahmen schließen mittags. Die Wartezeit lässt sich mit einem Schwätzchen füllen. „Ich hab ein gutes Verhältnis zu den Kunden. Wir haben miteinander auch Spaß und Gaudi“, erzählt Hauf. Ein vertrauensvoller Umgang mit den Auftraggebern und Kunden gehört zur Firmenphilosophie. Manche Kunden überlassen der Spedition sogar ihren Schlüssel, damit der Fahrer jederzeit abladen kann. Nach einer guten halben Stunde fährt Hauf wieder vom Hof. An den nächsten zwei Stationen geht es schnell. Zwei Geräte bekommt ein kleiner Elektromarkt, eines ein Küchenstudio in Freiham. Dort muss Hauf zum Abladen auf der Straße anhalten. Eine Autofahrerin schimpft über die blockierte Fahrspur. Hauf ist das gewöhnt, ihn stresst das nicht. „Ich mach den Job gerne, sonst wäre ich nicht schon seit acht Jahren dabei“, sagt er. Er mag vor allem die familiäre Atmosphäre in der Firma. „Wir duzen uns alle. Es kann schon lustig sein bei uns.“ Chef Peter Unertl kann auf viele langjährige Kollegen zählen, manche sind seit Jahrzehnten dabei. „Das ist nicht mehr so ein Angestelltenverhältnis, das ist schon eher freundschaftlich – durch dick und dünn“, sagt der Inhaber, der die Geschäfte vor elf Jahren von seinen Eltern übernommen hat. Der 52-Jährige packt noch täglich mit an und weiß genau, was seine Männer leisten. „Ich bin kein Bürohengst“, erklärt Unertl. Seit seinem 18. Lebensjahr ist er selbst unterwegs, davon sechs Jahre lang in der Privatkundenauslieferung. Er hat so einiges erlebt. Kunden etwa, deren Kühlschrank dann doch nicht durch die Küchentür passte. „Dabei ist ein Meterstab eigentlich nicht so schwer zu bedienen“, merkt Unertl ein wenig amüsiert an. Besonders im Gedächtnis geblieben ist ihm ein Hausbesitzer, der partout eine Gefrier truhe im Keller haben wollte, die aber nicht durchs Treppenhaus passte. Energisch schlug der Mann schließlich mit Hammer und Meißel den Treppensturz so weit ab, dass die Spediteure die Truhe hinuntertragen konnten. AUF STEFAN HAUFS TOUR ist es später Vormittag geworden. Nach einem großen Elektromarkt in Germering geht es aufs Land. An einer winzigen Einfahrt zu einer Schreinerei in Gilching muss der Lkw auf der Bundesstraße rangieren. Hauf bringt einen Kühlschrank per Sackkarre in den Handwerksbetrieb, und weiter geht’s zum letzten Kunden. Noch vor Mittag biegt er wieder aufs Firmengelände und macht sich ans Einladen der zweiten Fuhre. Er wird noch den halben Nachmittag unterwegs sein. Pro Tag liefern die 28 Unertl-Beschäftigten bis zu 1 600 Elektrogeräte aus. Ein zweites, kleineres Standbein ist Salz – vom Streu- über Pökelbis hin zum Breznsalz für die Hofpfisterei. „Unsere Schadensquote liegt nahezu bei null.“ Peter Unertl, Inhaber der Spedition Unertl © Stefan Hobmaier Morgens der Erste: Firmenchef Peter Unertl beginnt in aller Herrgottsfrühe mit dem Abladen der Lieferungen. Sorgfältige Vorbereitung: Mit großer Umsicht stellen die Fahrer die Ware für ihre Tour zusammen. Die Geschäfte laufen gut, „wir wachsen weiter“, berichtet Unertl. Die Elektrogerätehersteller setzen zunehmend auf den Spezialisten. „Unsere Schadensquote liegt fast bei null“, sagt Unertl und ergänzt: „Wir haben sehr sensible Ware. So ein Elektroherd kostet schon mal 1 000 Euro, und wenn man den ein wenig härter absetzt, ist die Scheibe kaputt.“ Die schweren Geräte wollen also nicht nur mit Kraft, sondern auch mit viel Fingerspitzengefühl behandelt werden. Für Stefan Hauf ist das kein Problem. In seinem vorherigen Job ist er auch Lkw gefahren, belieferte für eine Supermarktkette Privatkunden. Viele bestellten Getränke und ließen sie sich in die Wohnung hochtragen. Er weiß durchaus, was es heißt anzupacken. Und vorher zieht er dazu Samthandschuhe an. Ohne Unterlass auf der Straße: Bis zu 1 600 Elektrogeräte liefert die Spedition täglich in München und Umgebung aus. 30 31

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